Früh, früh ging es los in Pegnitz mit dem Schienenersatzverkehr nach Nürnberg und weiter nach Immenhausen in Hessen. Zum Bundeslager 2026 des BdPs! Die Spannung stieg bereits in den Vorwochen kontinuierlich bei den Sipplingen und Betreuern. Schließlich waren wir noch nie auf einem Lager mit knapp 6.000 Pfadfindern aus Deutschland und Europa.
Am Lagerplatz angekommen hat uns die Anzahl der Zelte überrascht. Zelte soweit das Auge reicht. Vom Eingangstorbogen hatte man einen guten Überblick über das Lager. Unsere Zeltgruppe aus Bamberg, Erlangen und Forchheim war bereits seit Donnerstag zum 1.Lagertag gekommen. Aber für uns fand sich noch ein Plätzchen für unsere 3 Kohten und die wurden als erstes aufgebaut. Das waren immerhin bereits gewohnte Abläufe.
Am Nachmittag gab es bereits den ersten WOW-Effekt bei der Brandschutzübung. Hier wurde den Sipplingen klar, wie schnell eine Kohte, ein Alexzelt oder Jurte abbrennt. In weniger als 30 Sekunden war das jeweilige Zelt abgebrannt. Keine Chance da irgendwas zu löschen. Da durch die lange Trockenzeit und hohen Temperaturen der vergangenen Wochen alles staubtrocken war, ein sehr aktuelles und ernstzunehmendes Thema. Der Feuerball, der entsteht, wenn man versucht einen Fettbrand mit Wasser zu löschen, werden wir noch lange im Hinterkopf haben.
In den verschiedenen Unterlagern wurden interessante AGs angeboten. Heiß begehrt war Siebdruck, Gesellschaftsspiele spielen, Speckstein bearbeiten, Ketten knüpfen, Henna Bemalung etc. Im Unterlager Bayern gab es bei einem Foodmarket vieles zum Probieren und es hat meistens köstlich geschmeckt. Stolz waren unsere Sipplingen als sie einen Preis für den schönsten Stand am Foodmarket bekommen haben.
Ein Highlight war definitiv die RAUS-Zeit. Beide Sippen der Mauersegler gingen auf Hajk! Sie wurden in einiger Entfernung zum Lagerplatz als Gruppe von jeweils 4 Sipplingen ausgesetzt und mussten mit einer Übernachtung im Wald wieder zum Lagerplatz zurücklaufen. Statt einer vollständigen Kohte wurden je Gruppe nur 2 Kohtenblätter mitgenommen und eine Schildkröte oder Dackelgarage zum Übernachten aufgebaut. Das war Abenteuer pur.
Dass man sich auf so einem langen Lager auch Mal auf den Kecks geht, ist normal und der Umgang mit Streitigkeiten will gelernt sein. Hier ein ganz großes Dankeschön an das INTAKT-Team des Unterlager Bayerns, das uns wunderbar betreut hat.
Beeindruckend waren auch die Stimmungen am Lagerplatz. Aufgrund der hohen Temperaturen, kam das Lagerleben erst mit Einsetzten der Dämmerung so richtig in Fahrt und aus sämtlichen Cafés und Lagergruppen waren Singerunden zu hören. Morgens erwachte das Lager bereits mit Singerunden.
Gänsehautfeeling kam bei der Abschlussfeier auf, als das Licht von einem zum anderen weitergegeben wurden, wir gemeinsam das Abschlusslied gesungen haben und dann zeitgleich die Kerzen ausgeblasen hatten. Da war es einige Sekunden still, dunkel und berührend.
Sämtliche Kinder und Betreuer waren am Ende des BULAs randvoll mit neuen Eindrücken und hundemüde. Zuhause wurde erst einmal ganz viel erzählt.
Die Rucksäcke waren noch nicht einmal ganz ausgepackt, da wurde bereits gefragt, wann das nächste Lager ist. Tja, Bundeslager gibt es leider nur alle 4 Jahre! Aber die Mauersegler sind dann auf jeden Fall wieder mit am Start! Gerne auch wieder mit den Seeadlern aus Bamberg. Da haben sich einige Freundschaften gebildet, denn so ein Bundeslager gemeinsam zu stemmen, schweißt einfach zusammen.









